Flatrates-Info

Der Begriff Flatrate ist in den letzten Jahren auch in Deutschland immer häufiger aufgetaucht. Neben der Telekommunikation, die Flatrates als erste Branche als werbewirksames Mittel propagiert hat, setzen zunehmend auch andere Bereiche und Branchen darauf. Selbst im Freizeitbereich hat der Begriff mittlerweile Einzug gehalten.

Die Wurzeln des Begriffs Flatrate liegen im englischen Sprachraum. Zusammengesetzt aus den Vokabeln flat und rate wird die Bezeichnung Flatrate immer dann verwendet, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung nach der Zahlung eines Pauschalpreises uneingeschränkt und ohne Rücksicht auf die abgenommene Menge genutzt werden kann. In diesem Zusammenhang muss allerdings zwischen echten Flatrates, die nach Zahlung des Pauschalpreises keiner Beschränkung unterliegen, und solchen Flatrates unterschieden werden, bei denen der Anbieter mit Erreichen einer festgelegten Abnahmemenge der Flatrate Grenzen setzt oder das Vertragsverhältnis sogar kündigt. In der Vergangenheit sorgten Fälle aus dieser Sparte immer wieder für Aufsehen, da die Tarife zwar als Flatrate beworben wurden, aber diese Form der Ausstiegsklausel enthielten.

Aufgrund der großen Bandbreite von Bereichen, in denen die Flatrate mittlerweile angeboten wird, lässt sich deren Charakter nur unter Berücksichtigung der jeweiligen Branche beschreiben. Speziell im Telekommunikationsbereich – sprich der Festnetz- und Mobilfunktelefonie – sind in erster Linie Zeittarife die Regel. Nach Abschluss der Flatrate und Zahlung des Pauschalpreises können die Nutzer der Flatrate ohne Zeitbeschränkung telefonieren. Allerdings gelten die meisten dieser Telefonie-Flatrates nur für bestimmte Netze – etwa das Festnetz oder betreibereigene Mobilfunknetz. Darüber hinaus fallen für Gespräche in andere Netze Gebühren an, die auf Basis der Zeittaktung berechnet werden. Daher wird Verbrauchern immer wieder empfohlen, die Telefon-Flatrate in Abhängigkeit vom eigenen Nutzungsverhalten auszuwählen.

Ebenfalls weit verbreitet sind Flatrates im DSL-Bereich, die unbegrenztes Surfvergnügen versprechen. Vorher lohnt sich aber ein Blick auf die Rahmenbedingungen der Flatrate, denn hier lassen sich drei Flatrate-Arten unterscheiden. Die ersten beiden Flatrate-Modelle sind die Daten-/Volumenflatrate und die Zeitflatrate. Letztere ermöglicht nach Vertragsabschluss das Surfen, ohne auf die Zeit achten zu müssen. Der Haken: Die Anbieter solcher Flatrate-Tarife stellen nur eine gewisse Anzahl von Stunden frei. Darüber hinaus fallen zusätzliche Kosten an. Datenflatrates gehen dagegen einen etwas anderen Weg. Hier genießt der Verbraucher die Möglichkeit, Daten bis zum Erreichen eines gewissen Volumens aus dem Internet herunterladen zu können. Beide Flatrate-Tarife haben durch die zunehmende Verbreitung des mobilen Internets wieder an Bedeutung gewonnen.

Die dritte Flatrate-Art im Bereich der Internetnutzung sind DSL-Flatrates, die dem Nutzer weder eine Zeit- noch Volumengrenze setzen. Es kann bei dieser Variante stundenlang gesurft werden – ohne dass der Anbieter der Flatrate nach einiger Zeit die Verbindung kappt. Der Unterschied zwischen dieser dritten Form und den beiden ersten Flatrates liegt im Preis. Verschiedene Provider bieten Zeit- und Volumenflatrates ohne Grundgebühr an. Dagegen verursacht die DSL-Flatrate monatliche Kosten.

Eine weitere Variante, die allen Gelegenheitssurfern entgegenkommt, ist die Flatrate auf Abruf (etwa eine Tages-Flatrate), die nach Bedarf gebucht werden kann. Auch hier lohnt sich der Blick auf mögliche Einschränkungen. Trotzdem ist die Flatrate auf Abruf ideal für alle, die hin und wieder auch unterwegs länger online sein wollen.